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Bundesgesundheitsblatt - Gesundheitsforschung - Gesundheitsschutz
Journal Prestige (SJR): 0.403
Citation Impact (citeScore): 1
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  Hybrid Journal Hybrid journal (It can contain Open Access articles)
ISSN (Print) 1437-1588 - ISSN (Online) 1436-9990
Published by Springer-Verlag Homepage  [2658 journals]
  • Diversifizierung der Rauchentwöhnungsprogramme – die Rolle
           der E-Zigarette

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      Abstract: Zusammenfassung Ob E‑Zigaretten ein nützliches Werkzeug zur Rauchentwöhnung sind, ist in der Wissenschaft bis heute hoch umstritten. In der Realität steigen aber kontinuierlich die Zahlen derer, die mithilfe dieses Produktes versuchen, sich den Tabakkonsum abzugewöhnen. Dieser Diskussionsbeitrag gibt einen Überblick über die aktuelle Forschung zur Frage, ob und inwiefern E‑Zigaretten tatsächlich beim Rauchausstieg helfen können. Zwar besitzt die E‑Zigarette auch ein gewisses Schadenspotenzial, insbesondere dann, wenn der Nikotinkonsum unnötig verlängert wird. Dennoch kann sie einen wichtigen Beitrag zur Schadensminimierung bei einer Nikotinabhängigkeit leisten. Daher sollte das Produkt auch in der wissenschaftlichen Diskussion als eine ernsthafte Alternative zu Nikotinersatztherapien (NET) behandelt werden. Denn die E‑Zigarette bietet eine weniger schädliche Aufnahmeform für Nikotin an, die viele gesundheitliche Risiken des Tabakkonsums wie die Aufnahme karzinogener Stoffe stark reduziert. Aktuelle Studien und Übersichtsarbeiten deuten darauf hin, dass das Produkt mindestens genauso effektiv helfen kann wie NET. Einzelne Studien weisen sogar eine erhöhte Effektivität der E‑Zigarette bei der Unterstützung eines Rauchausstiegs nach. Nichtsdestotrotz zeigt die Beschäftigung mit der aktuellen Literatur, dass weitere hochwertige Forschung notwendig ist, um das Produkt und seine Eigenschaften noch besser zu verstehen. Im Sinne des Ansatzes der Harm Reduction (Schadensminderung) wäre es allerdings schon heute vernünftiger, auch auf die E‑Zigarette zu setzen, anstatt die sofortige und vollständige Nikotinabstinenz erzwingen zu wollen. Denn beim Prozess des Rauchausstiegs ist eine schnellstmögliche Beendigung des stärker gesundheitsschädlichen Konsums von Tabak zu priorisieren, um unnötige gesundheitliche Risiken umgehend zu minimieren.
      PubDate: 2021-10-12
       
  • Die GeSiD-Studie „Gesundheit und Sexualität in Deutschland“ – eine
           kurze Einführung

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      Abstract: Zusammenfassung Bis zum Jahr 2020 gab es für Deutschland keinen repräsentativen Sex-Survey mit publizierten Daten. Die GeSiD-Studie „Gesundheit und Sexualität in Deutschland“ ist der erste bundesweite, repräsentative Sex-Survey. Anliegen dieses Kurzbeitrags ist es, eine Einführung zur Studie und zu ihren verschiedenen Untersuchungsbereichen zu geben. Die Ausgangslage wird geschildert und ein Einblick in das methodische Vorgehen gegeben. Ausgewählte Ergebnisse der Studie werden vorgestellt und mögliche neue Fragestellungen für Folgeuntersuchungen vorgeschlagen. Für die GeSiD-Studie wurden im Zeitraum von 2018 bis 2019 insgesamt 4955 Personen (2336 Männer, 2619 Frauen) im Alter von 18–75 Jahren befragt. Die computergestützten Face-to-Face-Interviews hatten einen umfangreichen Selbstausfüllerteil und erfragten ein breites Themenspektrum sexueller Verhaltensweisen und sexueller Gesundheitsdaten. Es wurden Daten zu sexueller Identität, Beziehungen, sexuellem Verhalten und sexueller Gesundheit erhoben. Diese zeigen unter anderem, dass nur eine Minderheit der Befragten jemals mit einem Arzt oder einer Ärztin über HIV/Aids oder andere sexuell übertragbare Infektionen (STI) gesprochen hat. Die Studie zeigt den weiterhin deutlichen Bedarf an Aufklärung, Informationsvermittlung und Fortbildungen im Themenfeld sexueller Gesundheit.
      PubDate: 2021-10-12
       
  • Gesundheit und Gesundheitsversorgung von trans Personen während der
           COVID‑19-Pandemie: Eine Online-Querschnittstudie in deutschsprachigen
           Ländern

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      Abstract: Zusammenfassung Einleitung und Ziel Seit dem Frühjahr 2020 hat die COVID‑19-Pandemie nahezu alle Bereiche des gesellschaftlichen Lebens erheblich eingeschränkt, was bei vielen Menschen sowohl zu psychischen als auch zu körperlichen Belastungen geführt hat. In diesem Artikel nehmen wir die Situation von trans Personen in den Blick, die infolge ihrer gesellschaftlichen Diskriminierung und Marginalisierung sowie spezifischer, gesundheitsbezogener Anliegen durch eine besondere Vulnerabilität gekennzeichnet sein können. Methoden Unter Beachtung partizipativer Elemente haben wir mit einer Online-Querschnitterhebung im Zeitraum vom 01.05.2020 bis zum 31.01.2021 die psychische und physische Gesundheit von trans Personen im deutschsprachigen Raum sowie deren Zugang zur Trans-Gesundheitsversorgung während der COVID‑19-Pandemie untersucht. Ergebnisse Trans Personen erleben seit Beginn der COVID‑19-Pandemie vermehrt Barrieren sowohl bei geschlechtsangleichenden Behandlungen und psychosozialen Unterstützungsangeboten als auch im Bereich der COVID‑19-bezogenen medizinischen Versorgung. Im Vergleich zur Gesamtbevölkerung berichten sie übermäßig häufig von somatischen Erkrankungen, auch von solchen, die ein erhöhtes Risiko für schwere Verläufe einer COVID‑19-Infektion darstellen. Außerdem berichten die Teilnehmenden verschiedene Faktoren, die ein Risiko für eine erhöhte psychische Belastung darstellen können (z. B. Zugehörigkeit zu einer Minderheit aufgrund nicht-heterosexueller Orientierung, niedriges Einkommen). Diskussion Die Ergebnisse unserer Untersuchung weisen darauf hin, dass bisherige Vulnerabilitäten für gesundheitliche Probleme und der eingeschränkte Zugang zu einer qualifiziert informierten Trans-Gesundheitsversorgung durch die Folgen der COVID‑19-Pandemie verschärft wurden.
      PubDate: 2021-10-07
       
  • Erratum zu: Wissen für gesunde Lebenswelten: Eine Datenbank zum
           Praxistransfer von Erkenntnissen aus systematischen Übersichtsarbeiten

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      PubDate: 2021-10-05
       
  • Sexualisierte Gewalt in der Erfahrung Jugendlicher: Ergebnisse einer
           repräsentativen Befragung

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      Abstract: Zusammenfassung Hintergrund Seit 1998 erhebt die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) im Rahmen ihrer Repräsentativbefragung „Jugendsexualität“ Daten zur Verbreitung von sexualisierter Gewalt im Jugendalter. Seither wurde das Messinstrument stetig weiterentwickelt und kann somit auch einen Beitrag zur Bearbeitung der Forschungslücken im Bereich der Prävalenzforschung leisten. Ziel Anhand der Ergebnisse der 9. Trendwelle sollen die Prävalenzen erlebter körperlicher und nichtkörperlicher sexualisierter Gewalt in der Erfahrung junger Menschen sowie Daten zu Täterkreisen und zum Disclosure-Verhalten Betroffener dargestellt werden. Methode An der kombiniert mündlich-schriftlichen CAPI-Befragung (Computer-assisted Personal Interviewing) nahmen Jugendliche (14–17 Jahre) und junge Erwachsene (18–25 Jahre) teil (N = 6032). Der Fragenkatalog wurde im Rahmen der 2019 durchgeführten 9. Welle u. a. um die Frage nach Lebenszeitprävalenzen zu nichtkörperlicher Gewalt erweitert. Erste Ergebnisse werden hier deskriptiv dargestellt. Ergebnisse Sexualisierte Gewalt im Jugendalter wird mehrheitlich innerhalb der eigenen Peergruppe (unter gleichaltrigen Bekannten) erfahren. Auch hinsichtlich des Disclosure-Verhaltens betroffener Jugendlichen und jungen Erwachsenen spielen Gleichaltrige eine übergeordnete Rolle. Diskussion Die Daten bestärken Ergebnisse anderer Dunkelfeldstudien zu den Unterschieden des Erlebens sexualisierter Gewalt in Kindheit und Jugendalter. Die vorliegende Studie trägt zu einem kontinuierlichen Monitoring bei und kann auch zukünftig sexualisierte Gewalt in der aktuellen Generation junger Menschen erfassen. Es gilt, den Studienergebnissen gezielte, evidenzbasierte und zielgruppenspezifische Präventionsmaßnahmen anzuschließen.
      PubDate: 2021-10-04
       
  • Erratum zu: Erfassung der Labortestungen auf SARS-CoV-2 in Deutschland

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      PubDate: 2021-10-01
       
  • Ergänzung der Empfehlung „Umgang mit per- und polyfluorierten
           Alkylsubstanzen (PFAS) im Trinkwasser“ vom 26. August 2020

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      PubDate: 2021-10-01
       
  • Digitale Gesundheitsanwendungen (DiGA) als innovativer Baustein in der
           digitalen Gesundheitsversorgung in Deutschland – Informationen,
           Erfahrungen und Perspektiven

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      PubDate: 2021-10-01
       
  • Richtwerte für 2-Propanol in der Innenraumluft

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      PubDate: 2021-10-01
       
  • Innovatives SARS-CoV-2-Krisenmanagement im öffentlichen Gesundheitswesen:
           Corona-Dashboard und Abwasserfrühwarnsystem am Beispiel Berchtesgadener
           Land

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      Abstract: Zusammenfassung Hintergrund Eine infektiologische Krisensituation wie die SARS-CoV-2-Pandemie stellte die Verwaltungsstrukturen des öffentlichen Gesundheitsdienstes vor erhebliche Herausforderungen, die abhängig von der personellen und digitalen Ausstattung in einer unterschiedlichen Effizienz des Ausbruchsmanagements resultierten. Die Einbindung von innovativen Instrumenten der Pandemiebekämpfung, wie Clusternachverfolgung, Risikogruppentestungen oder wie z. B. die von der EU-Kommission empfohlene Einbindung des Abwassermonitorings, wurde dadurch maßgeblich erschwert. Ziel In dieser Fallstudie im Berchtesgadener Land stellen wir die Einbindung eines flächendeckenden georeferenzierten Abwassermonitorings vor, das seit Nov. 2020 95 % der gesamten Bevölkerung erfasst. Methoden Für eine flächendeckende Erfassung erfolgte die Probennahme an 2 Tagen pro Woche an 9 kommunalen Kläranlagen und zusätzlich direkt aus der Kanalisation an 3 Standorten. Die Abwasserproben wurden direkt mittels Zentrifugation zur Feststoffabtrennung aufbereitet und über eine digitale Droplet Polymerase-Kettenreaktion (PCR) 4 spezifische Gene von SARS-CoV‑2 erfasst und quantifiziert. Ergebnisse Die Einbindung des georeferenzierten Abwassermonitorings war erfolgreich. Die Abwasserbefunde werden für jede Gemeinde mit den Inzidenzen pro 100.000 Einwohnern dargestellt. Änderungen im Infektionsgeschehen sind 10 Tage vor den offiziellen Fallzahlen mit einer Sensitivität von ca. 20 pro 100.000 Einwohner erkennbar. Diskussion Die Integration dieser innovativen Ansätze in eine umfassende Lageführung mittels eines digitalen Dashboards und der Etablierung eines Frühwarnsystems anhand eines quantitativen Abwassermonitorings resultierte im Landkreis Berchtesgadener Land in einem sehr effizienten, proaktiven Krisenmanagement. Dieses kann als Blaupause für andere Kommunen in Deutschland dienen.
      PubDate: 2021-10-01
       
  • Sexual- und Verhütungsverhalten von Jugendlichen und jungen Erwachsenen
           in Deutschland. Aktuelle Ergebnisse der Repräsentativbefragung
           „Jugendsexualität“

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      Abstract: Zusammenfassung Hintergrund Seit 1980 führt die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) in regelmäßigen Abständen die Repräsentativbefragungen „Jugendsexualität“ durch. Dieses kontinuierliche Monitoring generiert Erkenntnisse zur sexuellen und reproduktiven Gesundheit von jungen Menschen in Deutschland, die eine wichtige Basis einer bedarfs- und zielgruppengerechten Entwicklung von Maßnahmen der Sexualaufklärung und Familienplanung darstellen. Ziel Das aktuelle Sexual- und Verhütungsverhalten von Jugendlichen und jungen Erwachsenen soll anhand erster deskriptiver Ergebnisse der 9. Trendwelle zusammenfassend dargestellt werden. Material und Methoden An der Befragung nahmen insgesamt N = 6032 Jugendliche und junge Erwachsene teil. Die Datenerhebung erfolgte in 2019 als kombiniert mündlich-schriftliche Interviews (Computer-assisted Personal Interviewing, CAPI). Ergebnisse Ein zentraler Befund der vorliegenden Trendwelle ist, dass der Anteil an Jugendlichen, die beim ersten Geschlechtsverkehr jünger als 17 Jahre sind, seit einigen Jahren rückläufig ist. Zur Kontrazeption setzten Jugendliche am häufigsten das Kondom ein, die Nutzung der Pille ist im Trend deutlich rückläufig. Diskussion Die Daten der aktuellen Trendwelle weisen ein sicheres und verantwortungsbewusstes Verhütungsverhalten von jungen Menschen in Deutschland nach. Trotzdem gilt es, das Engagement im Bereich der sexuellen Gesundheitsförderung aufrechtzuerhalten und zielgruppenspezifische Präventionsmaßnahmen weiter auszubauen. Denn nur so kann die sexuelle und reproduktive Gesundheit der nachfolgenden Generation gewährleistet werden.
      PubDate: 2021-10-01
       
  • Digitalisierte Gesundheitsversorgung im Jahr 2030 – ein
           mögliches Szenario

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      Abstract: Zusammenfassung Aufgrund der schnell voranschreitenden Digitalisierung wird sich auch die Gesundheitsversorgung in den nächsten Jahren stark verändern. In Deutschland wurden durch neue gesetzliche Rahmenbedingungen bereits die Weichen z. B. für die elektronische Patientenakte (ePA), das E‑Rezept und die Einbindung digitaler Gesundheitsanwendungen (DiGA) gestellt. Das neue Fast-Track-Verfahren des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) zur Bewertung der Erstattungsfähigkeit von DiGA ist ein wichtiger Schritt, dem in den nächsten Jahren weitere folgen werden. Der vorliegende Beitrag beschreibt anhand eine Zukunftsszenarios für das Jahr 2030, welche gesetzlichen, technischen und alltagspraktischen Veränderungen sich bis dahin ergeben haben könnten. Im Jahr 2030 könnte die Gesundheitsversorgung in individualisiert-integrierten Behandlungspfaden organisiert sein, die den Versicherten umfassende Begleitung bieten. Interoperable digitale Komponenten könnten strukturierte Daten z. B. für Forschungszwecke zur Verfügung stellen. Datenschutzangst könnte der Vergangenheit angehören, wenn das Datenschutzrecht reformiert und harmonisiert wird sowie neue Einwilligungsverfahren für PatientInnen entwickelt werden. Neue Berufsfelder könnten sich etablieren und der Marktzugang für innovative digitale Medizinprodukte weiter verbessert werden. Ein weiterer wichtiger Aspekt, der dazu beitragen kann, das Potenzial der digitalen Gesundheitsversorgung auszuschöpfen, ist die Schaffung eines europäischen Datenraums auf Basis einer technischen Infrastruktur, die hohe ethische und soziale Standards wahrt. Aktive Maßnahmen seitens der Gesetzgeber können die notwendigen Voraussetzungen dafür schaffen, dass Innovationen zugunsten der PatientInnen Eingang in das System finden und das deutsche Gesundheitssystem dem fortschreitenden medizintechnischen Wandel gerecht wird.
      PubDate: 2021-09-17
       
  • Digitale Gesundheitsanwendungen (DiGA): Bewertung der
           Erstattungsfähigkeit mittels DiGA-Fast-Track-Verfahrens im Bundesinstitut
           für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM)

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      Abstract: Zusammenfassung Mit dem Digitale-Versorgung-Gesetz (DVG) hat der Gesetzgeber digitalen Gesundheitsanwendungen, kurz DiGA, einen Einzug in die Regelversorgung nach dem Fünften Buch Sozialgesetzbuch (SGB V) ermöglicht. Voraussetzung für die „App auf Rezept“ ist die Listung im DiGA-Verzeichnis nach positiv durchlaufenem Bewertungsverfahren beim Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). Dafür ist von den Herstellern neben umfangreichen Qualitäts- und Sicherheitsparametern auch ein positiver Versorgungseffekt nachzuweisen. Mit dem DiGA-Verzeichnis bietet das BfArM seit Oktober 2020 adressatengerechte umfassende Transparenz zu den DiGA und deren Eigenschaften. Der Artikel erläutert den Weg zur „App auf Rezept“ von den Unterstützungs- und Beratungsangeboten durch das BfArM über den Ablauf des Bewertungsverfahrens (DiGA-Fast-Track) und die Bewertungskriterien bis hin zu den Inhalten des Verzeichnisses. Es zeigt sich, dass das Interesse an dem Fast-Track-Verfahren groß ist. Der Nachweis der positiven Versorgungseffekte, also eines tatsächlichen Mehrwerts für die Patienten, ist ausbalanciert und mit überwiegend randomisierten kontrollierten Studiennachweisen auf einem angemessenen Niveau. Dass das Verfahren auch mit Herausforderungen für die Antragsteller verbunden sein kann, z. B. Mängel adäquat in dem gesetzlich vorgegebenen Bewertungszeitraum zu adressieren, zeigen die Zahlen zurückgenommener Anträge im Verhältnis zu den gelisteten DiGA an. Das BfArM steht zu diesem neuen Verfahren in engem Austausch mit allen Beteiligten. Welche Überlegungen und Potenziale sich daraus für die Weiterentwicklung aus Sicht des BfArM ergeben, zeigt der Ausblick.
      PubDate: 2021-09-16
       
  • Interoperabilität im Gesundheitswesen: auch für digitale
           Gesundheitsanwendungen (DiGA) verordnet

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      Abstract: Zusammenfassung Digitale Gesundheitsanwendungen (DiGA) sind eines der Räder im Getriebe des digitalen Gesundheitswesens. Wie alle anderen kommunizierenden Anwendungen müssen DiGA interoperabel sein, damit das ganze System reibungslos funktioniert. Dabei muss Interoperabilität auf 4 verschiedenen Ebenen gegeben sein, dies sind: funktionale und fachinhaltliche Anforderungen; strukturelle und semantische Anforderungen; Anforderungen an Sicherheit und Transport und organisatorische Anforderungen. In Deutschland wurde in den letzten Jahren ein großer Sprung in ein digitales Gesundheitswesen initiiert, verstärkt durch die Erfahrungen aus der COVID-19-Pandemie. Aktuelle Gesetzgebungen zielen auf eine Festlegung von Standards und einheitlichen Abläufen und etablieren damit den benötigten verbindlichen Rahmen für ein Gesamtkonzept in der Digitalisierung. Interoperable DiGA können mit den anderen Systemen im Gesundheitswesen kommunizieren, wenn es die PatientInnen wünschen. Möglich sind z. B. der Anschluss an die elektronische Patientenakte (ePA) und eine damit einhergehende Datenspende für Forschungszwecke. So können PatientInnen nicht nur direkt von dem positiven Versorgungseffekt einer DiGA profitieren, sondern auch indirekt durch die Datenspende zur Forschung und damit zur Verbesserung des Gesundheitswesens beitragen.
      PubDate: 2021-09-16
       
  • Digitale Gesundheitsanwendungen: gesetzliche Einführung
           patientenzentrierter digitaler Innovationen in die Gesundheitsversorgung

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      Abstract: Zusammenfassung Mit dem Digitale-Versorgung-Gesetz (DVG) und der Digitale-Gesundheitsanwendungen-Verordnung (DiGAV) wurden digitale Gesundheitsanwendungen (DiGA) definiert und als Regelleistung der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) eingeführt; mit dem Digitale Versorgung und Pflege – Modernisierungs-Gesetz (DVPMG) wurde der neue Leistungsbereich weiter ausgestaltet. Anwendungen, die ein zügiges dreimonatiges Prüfverfahren („Fast-Track-Verfahren“) beim Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) erfolgreich durchlaufen haben und im DiGA-Verzeichnis des BfArM gelistet sind, können nunmehr von jedem Arzt und Psychotherapeuten zulasten der GKV verordnet werden. Auch eine Aufnahme zur Erprobung mit der Verpflichtung zur Durchführung einer Studie ist möglich. Damit hat der Gesetzgeber die dynamische Entwicklung im Bereich der mobilen Anwendungen aufgenommen und digitale Innovationen für Patienten in der Versorgung verfügbar gemacht. Der gesetzte Rahmen ist dabei so konzipiert, dass DiGA potenziell nicht nur die Therapieanteile beim Patienten unterstützen und Bereiche wie Selbstmanagement, Gesundheitskompetenz und Adhärenz stärken, sondern auch die Versorgungsabläufe zwischen Patienten und Leistungserbringern in vielfacher Weise besser gestalten können. Die umfangreichen Vorgaben zur Interoperabilität mit Hilfsmitteln und Implantaten einerseits und der elektronischen Patientenakte (ePA) andererseits unterstützen diese Entwicklungsperspektive. Insgesamt wird es darauf ankommen, DiGA als Bestandteil nutzerfreundlicher, digital gestützter Prozesse in die Versorgung einzubinden. Dazu wird in den kommenden Jahren das initiale Regelungswerk vor dem Hintergrund der mit den neuen Produkten und dem neuen Prüfverfahren gesammelten Erfahrungen stetig angepasst und weiterentwickelt werden.
      PubDate: 2021-09-16
       
  • Digitale Gesundheitsanwendungen (DiGA) auf dem Weg zum Erfolg – die
           Perspektive des Spitzenverbandes Digitale Gesundheitsversorgung

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      Abstract: Zusammenfassung Die Zulassung der ersten digitalen Gesundheitsanwendungen (DiGA) im Oktober 2020 sorgte für Aufsehen – nicht nur innerhalb des Gesundheitswesens, sondern auch darüber hinaus. Denn die Aufnahme von DiGA in die gesundheitliche Regelversorgung war weltweit ein Novum. Auch international blickten daher viele Interessierte nach Deutschland. Wie verlief der Start des Innovationsprojekts DiGA und wo stehen wir heute' Die ersten Monate, in denen DiGA Teil der Regelversorgung wurden, haben für Hersteller, Ärzt:innen und Patient:innen sowie für Krankenkassen und Verbände neue Erfahrungen und Erkenntnisse mit sich gebracht. Mehr als ein halbes Jahr später ist es Zeit für ein erstes Zwischenfazit. Dieser Bericht wirft einen Blick auf das bisher Erreichte und den Status quo, an dem sich DiGA im März 2021 im Markt befinden. Er widmet sich ebenso aktuellen und künftigen Herausforderungen, denen sich die verschiedenen Akteur:innen auf dem Weg zu einer flächendeckenden und nachhaltigen Integration von DiGA in die Regelversorgung gegenübersehen.
      PubDate: 2021-09-15
       
  • Medizinische Zwillingsforschung in Deutschland

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      Abstract: Zusammenfassung Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden weltweit Zwillingskohorten aufgebaut, die inzwischen ca. 1,5 Mio. Zwillinge umfassen und zwischen 1950 und 2012 über 2748 Zwillingsstudien hervorgebracht haben. Diese Zahl steigt jedes Jahr um weitere 500 bis 1000. Die Unterrepräsentanz deutscher Zwillingsstudien in diesen Datenbanken lässt sich nicht allein durch den Missbrauch medizinischer Forschung im Nationalsozialismus erklären. Entwicklung und Ausbau großer Zwillingskohorten sind ethisch und datenschutzrechtlich eine Herausforderung. Zwillingskohorten ermöglichen jedoch die Langzeit- und Echtzeiterforschung vieler medizinischer Fragestellungen; und die Zwillingsstudien tragen auch nach der Entschlüsselung des Humangenoms erheblich zur Beantwortung der Frage nach Anlage oder Umwelt als mögliche Erkrankungsauslöser bei. Derzeit gibt es 2 deutsche Zwillingskohorten: die biomedizinische Kohorte HealthTwiSt mit ca. 1500 Zwillingspaaren und TwinLife, eine soziologisch-psychologische Kohorte mit ca. 4000 Zwillingspaaren. Daneben gibt es krankheitsspezifische Kohorten. 2016 startete das TwinHealth-Konsortium der Medizinischen Fakultät der Universität Tübingen mit dem Ziel, eine forschungsoffene und nachhaltige Zwillingsforschung am Standort Tübingen zur Bearbeitung unterschiedlicher Fragestellungen zu etablieren. Der Artikel bietet mithilfe einer systematischen Literaturrecherche und einer medizinhistorischen Betrachtung einen Überblick über die weltweite und nationale Entwicklung von Zwillingsstudien und -datenbanken der letzten 100 Jahre. Anhand der Tübinger TwinHealth-Initiative beleuchtet er den Aufbau eines Zwillingskollektivs und dessen juristische, ethische und Datenschutzaspekte.
      PubDate: 2021-09-15
       
  • Datenschutz und Informationssicherheit bei digitalen
           Gesundheitsanwendungen (DiGA)

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      Abstract: Zusammenfassung Die Gewähr von Datenschutz- und Informationssicherheit stellt Hersteller digitaler Gesundheitsanwendungen (DiGA) regelmäßig vor Schwierigkeiten. Ursächlich sind häufig ein geringer Reifegrad in der Organisation der Anwendungsentwicklung und fehlende Expertise an der Schnittstelle zwischen regulatorischen Vorgaben und angewandter Informationssicherheit. Im Ergebnis werden sowohl in der Umsetzung als auch bei der Anforderungsanalyse und im Prozessdesign kritische Fehler gemacht, die es zu vermeiden gilt. Vorliegend werden Anforderungen und Lösungswege aufgezeigt, die sich aus der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO), dem Stand der Technik, anderen zu berücksichtigenden Vorschriften sowie dem Digitale-Versorgung-Gesetz (DVG) und der entsprechenden Verordnung ergeben. Zur Herleitung konkreter Anforderungen nach Stand der Technik und unter Berücksichtigung des ermittelten Schutzbedarfs in Bezug auf die Schutzziele der Informationssicherheit wie Vertraulichkeit, Integrität und Verfügbarkeit wird auf wichtige Standards und Normen verwiesen. Im Sinne eines How-to für Hersteller adressieren die Autoren anschließend direkt die wichtigsten Mängel aus den Bereichen Authentisierung, Einwilligung und Autorisierung und geben entsprechende Empfehlungen. Eine wichtige Brücke zur Überwindung der aufgezeigten Kluft zwischen Anspruch und Wirklichkeit in Sachen Datenschutz und Informationssicherheit sehen die Autoren in der weiteren Unterstützung der Hersteller durch das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM), beispielsweise in Form von Handreichungen. Gleichzeitig ist auch von Herstellern eine weitere Reifung der Anwendungsentwicklungsorganisation zu erwarten. Auch nimmt die Informationssicherheit mit der Ablösung der Medizinprodukterichtlinie (MDD) durch die Medizinprodukteverordnung (MDR) eine bedeutendere Stellung ein.
      PubDate: 2021-09-15
       
  • Beitrag des BfArM zur Potenzialentfaltung der Digitalisierung im
           Gesundheitswesen – digital readiness@BfArM

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      Abstract: Zusammenfassung Die Digitalisierung stellt auch im Gesundheitsbereich einen eindeutigen Megatrend dar, der neben der Wegbereitung durch geänderte rechtliche Rahmenbedingungen auch durch die Coronapandemie eine enorme Beschleunigung erfahren hat. Mit Blick in die Zukunft wird dieser Trend durch immer kürzere Entwicklungszyklen und technologischen Fortschritt zu einer zunehmenden Verschmelzung einzelner digitaler und nicht digitaler Produkte, darunter Arzneimittel und digitale Medizinprodukte, zu einem digitalen Ökosystem beitragen. Die Digitalisierung wird nicht nur die Patientensouveränität stärken, sondern unter anderem auch eine patientenzentrierte, stärker auf den individuellen Patienten ausgerichtete Medizin ermöglichen; digitale (patientenberichtete) Endpunkte und „dezentrale“ Studienkonzepte werden die Möglichkeiten klinischer Studien erweitern. Künstliche Intelligenz wird Diagnosestellungen verbessern und beschleunigen und zum besseren Verständnis von Krankheitsbildern beitragen. Um auch zukünftig Innovationen zu ermöglichen, aufkommende Trends im Fokus zu haben und vor allem die Patientensicherheit weiter zu verbessern, trägt das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) an vielen Stellen dazu bei, die mit der Digitalisierung verbundenen Chancen in Möglichkeiten zu verwandeln – ohne dabei die Risiken aus dem Blick zu verlieren: Dazu gehören der Ausbau des Forschungsdatenzentrums, Aufgaben zu Interoperabilität und Klassifikationen sowie Ansätze zur datengestützten Signalerkennung aus Risikoinformationen. Wie darüber hinaus Forschungsprojekte unter Nutzung von künstlicher Intelligenz, (inter)nationale Kooperationen, die Einbeziehung von Real World Data in Nutzen-Risiko-Bewertungen, die Bewertung digitaler Gesundheits- und Pflegeanwendungen neben weiteren Aktivitäten zur „digital readiness“ in Deutschland und Europa beitragen, dazu im Folgenden ein Überblick.
      PubDate: 2021-09-15
       
  • Digitale Gesundheitsanwendungen (DiGA): Patientenzentrierte
           Gesundheitsversorgung mit disruptivem Potenzial

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      Abstract: Zusammenfassung Digitale Gesundheitsanwendungen (DiGA) kommen als Versprechen, die Patientenversorgung kosteneffizient zu verbessern. Patientennetzwerke sind häufig Ansprechpartner, wenn DiGA entwickelt oder in der Praxis getestet werden sollen. Das Netzwerk für Melanomerkrankte „Melanoma Patient Network Europe“ (MPNE) hat hierbei wertvolle Einblicke in die Grundvoraussetzungen für erfolgreiche DiGA gewonnen: Validierte Ausgangshypothesen, Wertschöpfung durch vertikale Integration, verantwortungsvolle Finanzierungsmodelle und Datensicherheit. Dieser Artikel beschreibt aus Patientenvertretersicht den breiteren digitalen Kontext, in dem sich DiGA befinden, und diskutiert das disruptive Potenzial dieser Anwendungen, die es Patient:innen zunehmend erlauben, bedarfsgerechte Versorgung einzufordern.
      PubDate: 2021-09-03
      DOI: 10.1007/s00103-021-03421-x
       
 
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