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Der Schmerz
Journal Prestige (SJR): 0.316
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ISSN (Print) 1432-2129 - ISSN (Online) 0932-433X
Published by Springer-Verlag Homepage  [2658 journals]
  • Ergebnisse einer Pilotstudie zur Rolle der Therapieerwartung bei der
           interdisziplinären multimodalen Schmerztherapie bei chronischem
           Rückenschmerz

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      Abstract: Zusammenfassung Hintergrund Chronische Rückenschmerzen sind eine schwerwiegende und global sehr häufig auftretende Erkrankung mit enormen persönlichen sowie sozioökonomischen Auswirkungen. Die interdisziplinäre multimodale Schmerztherapie (IMST) ist eines der wenigen evidenzbasierten Behandlungsverfahren für chronische Schmerzen. Obwohl bekannt ist, dass Schmerzen sowie deren Chronifizierung und Behandlung von den persönlichen Erwartungen der Patienten beeinflusst werden, gibt es wenige etablierte Interventionen oder Richtlinien für eine aktive Modulation dieses Effekts. Ziel der Arbeit Wir möchten mit dieser Arbeit die Rolle der Erwartung als Prädiktor für Schmerzen sowie schmerzbezogene Beeinträchtigung in der klinischen Praxis verdeutlichen und präsentieren hierzu beispielhaft explorative Pilotdaten einer Beobachtungskohorte unserer Klinik. Material und Methoden Die Untersuchung zeigt erste Daten einer prospektiven longitudinalen Beobachtungsstudie bestehend aus bis zu 41 Patienten mit chronischen Rückenschmerzen, die im Setting einer IMST am Essener Rückenschmerz-Zentrum behandelt wurden. Es wurden Daten zum Zeitpunkt der Aufnahme (T0) und der Entlassung (T1) sowie drei Monate nach Therapieende (T2) erhoben. Primäre Endpunkte waren die Schmerzintensität und die Schmerzbeeinträchtigung. Zusätzlich erfassten wir die Therapieerwartung zum Zeitpunkt der Aufnahme als möglichen Prädiktor. Die Bedeutung der vor der Therapie erhobenen Therapieerwartung wurde mittels linearer Regression erfasst. Ergebnisse Die IMST führte zu einer signifikanten Besserung in Bezug auf die Schmerzintensität und -beeinträchtigung. Der Effekt auf die Schmerzintensität war über den Zeitraum von drei Monaten nach Therapieende anhaltend und die Beeinträchtigung sank in diesem Zeitraum weiter signifikant. Diskussion Erwartung war ein signifikanter Prädiktor für die Abnahme der Schmerzintensität und erklärte ca. 15 % der Varianz. In der klinischen Praxis sollten daher valide Methoden etabliert werden, negative Erwartungen zu reduzieren und positive Erwartungen zu fördern.
      PubDate: 2021-10-07
       
  • Mitteilungen der Österreichischen Schmerzgesellschaft

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      PubDate: 2021-10-01
       
  • Multimodale Therapie so früh wie möglich, aber spätestens, wenn die
           chronischen Schmerzen da sind

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      PubDate: 2021-10-01
       
  • Basis und immer begleitend: multimodale und interdisziplinäre
           Diagnostik und Therapie

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      PubDate: 2021-10-01
       
  • Schmerztherapie mit Antikörpern gegen „nerve growth
           factor“'

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      PubDate: 2021-10-01
       
  • President's Corner (Mitteilungen der SPS)

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      PubDate: 2021-10-01
       
  • President´s Corner (Mitteilungen der Deutschen Schmerzgesellschaft
           e.V.)

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      PubDate: 2021-10-01
       
  • Michael Pfingsten geht von Bord: Translation als gelebter Prozess

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      PubDate: 2021-10-01
       
  • Was wurde eigentlich aus Prialt®'

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      Abstract: Zusammenfassung Hintergrund Prialt® ist seit Februar 2005 von der europäischen Arzneimittelbehörde zugelassen und ist neben Morphin das einzige Analgetikum, welches über die offizielle Marktzulassung in der intrathekalen Schmerztherapie verfügt. Da es nicht über Opioidrezeptoren wirkt, galt es zum Zeitpunkt der Markteinführung als nebenwirkungs- und risikoärmer in der Behandlung chronischer Schmerzen als Morphin. Trotzdem gilt es noch heute als Orphan Drug und Studien über den Langzeiteinsatz und hierunter aufgetretene Nebenwirkungen sind rar. Fragestellung Welchen Stellenwert nimmt Prialt® verglichen mit anderen intrathekal verabreichten Analgetika ein' Wie wirken sich die Startdosis und die Geschwindigkeit der Aufdosierung auf die schmerzlindernde Wirkung und das Auftreten von Nebenwirkungen in der Langzeittherapie aus' Material und Methoden Zum einen wurden anhand von Arztbriefen retrospektiv alle Patienten erfasst, die zwischen Februar 2005 und dem Ende des Beobachtungszeitraums im Oktober 2018 Ziconotid in Monotherapie in der Neurochirurgie des Universitätsklinikums Jena erhielten. Zum anderen wurden diese Patienten anhand eines erstellten Fragebogens hinsichtlich ihrer Erfahrung mit Ziconotid befragt. Ergebnisse Bei allen zwölf in die Studie eingeschlossenen Teilnehmern kam es zu mindestens einer Arzneimittelnebenwirkung. Am häufigsten wurde über Vergesslichkeit und Sensibilitätsstörungen mit jeweils 25 % berichtet. Ein Drittel der Patienten musste die Behandlung aufgrund von Nebenwirkungen beenden. Die mittlere Initialdosis betrug 1,98 µg/Tag. Diskussion Trotz leitliniengerechter Behandlung hat sich Ziconotid am Universitätsklinikum Jena nicht gegen Morphin und andere Opioidanalgetika in der intrathekalen Schmerztherapie durchgesetzt. Die Gründe hierfür sind vielfältig, wobei die enge therapeutische Breite, das häufige Auftreten von Nebenwirkungen und die schwierige therapeutische Handhabung, vor allem im ambulanten Setting, von besonderer Bedeutung sind.
      PubDate: 2021-10-01
       
  • Spiritualität und Behandlung. Die Perspektive von Patienten mit
           chronischen Schmerzen

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      Abstract: Zusammenfassung Hintergrund Chronischer Schmerz betrifft alle menschlichen Lebensdimensionen und wirft auch spirituelle Fragen auf, die im Rahmen eines multimodalen Behandlungsmodells berücksichtigt werden sollten. Ziel der Arbeit Wir untersuchten die Perspektive von Patienten mit chronischen Schmerzen zu spirituellen Themen und deren möglicher Integration in den Behandlungsprozess. Material und Methoden Es wurden fünf Fokusgruppen- und zwei Kleingruppeninterviews an fünf Studienzentren durchgeführt. Daran nahmen 42 Patienten mit chronischen Schmerzen teil, die aktuell in ambulanter oder stationärer Schmerzbehandlung waren. Die Interviews wurden transkribiert und einer thematischen Analyse unterzogen. Ergebnisse Drei Themen traten hervor: 1. Chronischer Schmerz durchdringt die gesamte menschliche Existenz. 2. Spirituelle Ressourcen stellen eine Möglichkeit im Umgang mit chronischen Schmerzen dar. 3. Patienten ist es ein Anliegen, mit Fachpersonen in einen Dialog treten zu können, der auch für spirituelle Themen offen ist. Diese haben aus Sicht der Teilnehmenden große Relevanz. Sie verknüpften sie vielfach, aber nicht ausschließlich mit religiösen Überzeugungen. Häufig wurde geschildert, in der Schmerzerfahrung nicht ernst genommen zu werden. Diskussion Strategien für einen effektiven Umgang mit chronischem Schmerz zu finden, stellt einen Wendepunkt im Leben dar. In diesem Prozess unterstützt ein offener Dialog mit Fachpersonen, der auch spirituellen Themen Rechnung trägt.
      PubDate: 2021-10-01
       
  • Physikalische Therapie in der Behandlung des komplexen regionalen
           Schmerzsyndroms

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      Abstract: Zusammenfassung Die Behandlung von Patienten mit komplexem regionalem Schmerzsyndrom („complex regional pain syndrome“ [CRPS]) findet in einem interdisziplinären und multimodalen Setting statt. Physikalische Therapien stellen neben physio- und ergotherapeutischen sowie analgetischen Behandlungen einen wesentlichen Behandlungsschwerpunkt dar. Die vorliegende Übersicht erläutert den Stellenwert im aktuellen klinischen Alltag und vermittelt einen Eindruck der Evidenzlage verschiedener Behandlungen, beispielsweise zu Elektrotherapie, neuromodulierenden Verfahren, manueller Lymphdrainage, CO2-Anwendungen und Paraffinbädern. Soweit aus der klinischen Erfahrung und der wissenschaftlichen Literatur erkennbar, werden die Behandlungsempfehlungen in Abstimmung mit den aktuellen Leitlinien dargestellt.
      PubDate: 2021-10-01
       
  • „Ein Bild sagt (noch) mehr …“

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      Abstract: Zusammenfassung Hintergrund Seit dem Jahr 2017 wird im Universitären Zentrum für Zahnmedizin Basel die Befunderhebung bei Patienten mit orofazialen Schmerzen durch standardisierte Bildgraphiken (Dolografie® [Affolter/Rüfenacht, Bern, Schweiz]) unterstützt. Die Patienten wählen aus einem Set von 34 Karten diejenigen aus, die ihren Schmerzen optisch am ehesten entsprechen, und erläutern anschließend den Grund ihrer Wahl. Fragestellung (1) Wie viele Karten werden durchschnittlich ausgewählt' (2) Beeinflussen Geschlecht und Alter die Kartenwahl' (3) Gibt es Präferenzen bei der Kartenwahl' (4) Gibt es Zusammenhänge zwischen schmerzdiagnostischen Kategorien (z. B. muskuloskeletaler versus neuropathischer orofazialer Schmerz) und den gewählten Karten' Methodik Es wurden die vorhandenen vollständigen schmerzanamnestischen Daten von 143 Patienten ausgewertet. Ergebnisse (1) Für die Beschreibung benötigten die Patienten durchschnittlich 3,5 Karten. Bis zu sechs Karten waren bei fast allen Patienten für eine ausführliche Beschreibung ausreichend. Mit den 16 am häufigsten gewählten Karten war es dem Großteil der Patienten möglich, ihre Schmerzen ausreichend zu beschreiben. (2) Geschlecht, Alter und Schmerzdiagnose hatten keinen Einfluss auf die Zahl gewählter Karten. (3) Es gab klare Präferenzen: Am häufigsten wurde Karte 02 gewählt (45-mal), gefolgt von den Karten 05 und 13 (je 27-mal). (4) Eine differenzierende Wahl erfolgte am deutlichsten beim neuropathischen Schmerz durch die starke Präferenz der Karte 28 und die Nichtberücksichtigung der Karte 18. Diskussion Der Einsatz standardisierter Bildkarten als „visuelles Kommunikationsinstrument“ hat sich im Rahmen der Schmerzanamnese als zeitökonomisches Verfahren erwiesen, welches dazu beiträgt, vom Patienten zuvor nicht geäußerte klinisch relevante Informationen zu erhalten.
      PubDate: 2021-10-01
       
  • Efficacy of manual lymph drainage and myofascial therapy in patients with
           fibromyalgia

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      Abstract: Introduction Fibromyalgia is a chronic disease of unknown origin characterized by widespread pain, fatigue, disordered sleep and joint stiffness among other symptoms. Objective To compare outcomes of manual lymph drainage and myofascial therapy in patients with fibromyalgia. Methods This was a systematic review. The databases PubMed/MEDLINE, CINAHL, SCOPUS, ScieLo, PEDro, Dialnet, Web of Science, and Elsevier were searched for articles in English or Spanish examining the efficacy of myofascial therapy and/or manual lymph drainage to treat fibromyalgia. Of 356 articles extracted, sixteen articles and one doctoral thesis fulfilled the criteria established for inclusion. Results The methodological quality of the studies reported in the articles was good (PEDro score 7.49 ± 1.47). The studies included compared different treatments with lymph drainage and/or myofascial therapy. Outcomes indicated improved quality of life for both therapies in all the studies. Conclusions Myofascial therapy and lymph drainage may be effective in patients with fibromyalgia. Further work is needed as the scientific evidence available is still insufficient.
      PubDate: 2021-10-01
       
  • „Man muss aber auch selbst was tun“

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      Abstract: Zusammenfassung Hintergrund Die Komplexität des Beschwerdebilds des Fibromyalgiesyndroms (FMS) stellt Betroffene wie auch Behandelnde vor besondere Herausforderungen. Die vorliegende Studie befasst sich mit den Fragen zum Umgang mit dem FMS aus Sicht Betroffener und Behandelnder und deren Einschätzung von Bedürfnissen bzw. Bedarfen in Bezug auf die Versorgung. Methodik In einem qualitativen Studiendesign wurden die individuellen Sichtweisen von zehn FMS-Betroffenen und zehn Behandelnden untersucht. Die Personen wurden in einem „purposive sampling“ ausgewählt und in leitfadengestützten, problemzentrierten Interviews befragt. Die Auswertung erfolgte zusammenfassend inhaltsanalytisch. Ergebnisse Betroffene und Behandelnde stellten eine problematische Verfügbarkeit und Zugänglichkeit von Versorgungsangeboten fest. Zudem fühlten Betroffene sich teilweise nicht ernst genommen von Behandelnden. Diese wiederum erlebten Vorbehalte gegenüber der psychosomatischen Komponente seitens der Betroffenen. Bedeutsam für einen positiven Umgang mit FMS scheint Eigeninitiative der Betroffenen zu sein. Schlussfolgerung Selbsthilfegruppen und regional verfügbare Netzwerke stellen wichtige Unterstützungsmöglichkeiten dar, auch im Hinblick auf die psychosomatische Komponente. Durch Förderung interdisziplinärer Vernetzung kann eine verbesserte Koordination der Versorgungsleistungen bewirkt werden. Stärkung der Eigeninitiative Betroffener und Förderung der Arbeit der Selbsthilfegruppen helfen Betroffenen bei der Entwicklung individueller Bewältigungsstrategien.
      PubDate: 2021-10-01
       
  • Ältere Pflegebedürftige mit chronischen Schmerzen

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      Abstract: Zusammenfassung Hintergrund Für ambulant versorgte Ältere (≥60 Jahre) finden sich Schmerzprävalenzraten bis zu 53 %. Pflegebedürftige in Deutschland stellen unter den Schmerzbetroffenen mit Prävalenzen um 70 % eine relevante Gruppe dar. Zur Geschlechtsspezifik liegen differierende Aussagen vor. Ziel Ziel war die Ermittlung von Schmerzparametern auskunftsfähiger älterer Pflegebedürftiger im großstädtischen Raum unter Berücksichtigung von Geschlechtsunterschieden sowie relevanter medizinischer und medikamentöser Versorgungsaspekte. Material und Methode Durchgeführt wurde eine Querschnittsuntersuchung (strukturierte Interviews) bei ≥ 65-jährigen auskunftsfähigen (MMST ≥ 18) Pflegebedürftigen (SGB XI) mit chronischen Schmerzen (n = 225) in der eigenen Häuslichkeit. Schmerzparameter wurden mit der deutschen Version des Brief Pain Inventory (BPI-NHR) erfasst. Die Prüfung des erklärenden Einflusses soziodemografischer und medizinischer Parameter, psychischer und physischer Beeinträchtigungen sowie der Analgetikaversorgung auf den stärksten Schmerz erfolgte mittels multipler Regressionsanalyse. Ergebnisse Analysen zeigen eine durchschnittliche Schmerzintensität von 5,3 (SD ± 2,0). Der stärkste Schmerz erreicht im Mittel einen Wert von 7,0 (SD ± 2,2). Signifikante Geschlechtsunterschiede waren geringfügig vorhanden (z. B. Schmerzorte, Medikamentenanzahl). Anzahl der Schmerzorte (≥14), Alltagsfähigkeiten und Schmerzmedikation (bei Bedarf, keine) waren im finalen Modell mit dem stärksten Schmerz assoziiert. Lediglich bei 24,6 % der Schmerzbetroffenen wird eine mehr als 70 %ige Schmerzlinderung unter Behandlung erreicht. Diskussion Die Ergebnisse verweisen auf ausgeprägte Schmerzleiden bei älteren ambulant versorgten Pflegebedürftigen. Es besteht dringender Bedarf für interdisziplinäre Versorgungskonzepte.
      PubDate: 2021-10-01
       
  • Das Urteil des Bundessozialgerichts zur Einbindung von Psychologischen
           Psychotherapeuten in die interdisziplinäre multimodale Schmerztherapie

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      Abstract: Zusammenfassung Krankenhäuser haben im Rahmen ihres Angebots für eine interdisziplinäre multimodale Schmerztherapie (teilstationär und stationär) immer wieder mit strengen Detailprüfungen der zu kodierenden Prozedurenkodes (OPS 8‑918.xx; 8‑91c) durch Krankenkassen und den Medizinischen Dienst zu kämpfen. Dabei werden regelmäßig die Notwendigkeit der (teil-)stationären Behandlung im jeweiligen Sektor, dokumentierte Therapieanteile und die Qualifikation der Therapeuten überprüft. Das Bundessozialgericht hat am 27.10.2020 zur konkreten Qualifikation von psychologischen Psychotherapeuten (BSG vom 27.10.2020, Az.: B 1 KR 25/19 R) entschieden. Das Urteil und seine potenziellen Auswirkungen werden in der vorliegenden Übersicht erläutert und diskutiert.
      PubDate: 2021-09-30
       
  • PARPACT – Paramedic Palliative Care Test

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      Abstract: Zusammenfassung Hintergrund Angesichts der Vielzahl von Palliativpatienten, die vom Rettungsdienst versorgt werden, spielen Aus- und Weiterbildung in palliativmedizinischen Themen eine immer größere Rolle. Zur Verbesserung der Entscheidungsfindung in Rettungssituationen wurde in vielen Städten ein Palliativ- bzw. Notfallausweis eingeführt. Ziel der Arbeit Um den Erfolg von Bildungsmaßnahmen und den Effekt des Palliativ- bzw. Notfallausweises zu überprüfen, wurde ein Fragebogen zur Ermittlung von palliativem Wissen und palliativer Selbstwirksamkeitserwartung im Rettungsdienst entwickelt und validiert. Material und Methoden Die Entwicklung und Inhaltsvalidierung erfolgte mithilfe eines Delphi-Prozesses. Zur Konstruktvalidierung wurde die Faktorenanalyse genutzt. Die Kriteriumsvalidität wurde anhand von 22 speziell in Palliative Care geschulten Pflegekräften überprüft. Die Reliabilität wurde mittels Cronbachs α als Maß der internen Konsistenz ermittelt. Ergebnisse 291 von 750 Rettungsdienstmitarbeitern nahmen an der freiwilligen Befragung teil. Nach Abschluss des Delphi-Prozesses bestand Konsens, dass die wichtigen Themen Schmerz, Dyspnoe, Sedierung, Sterbebegleitung, Sterbehilfe und rechtliche Aspekte im Fragebogen abgedeckt sind. Das Ergebnis der Faktorenanalyse sprach für eine 6‑Faktoren-Lösung. Bei der Kriteriumsvalidierung zeigte sich ein signifikanter Unterschied im palliativen Wissen zwischen den Palliative-Care-Pflegekräften (MRang 289,73) und den Rettungsdienstmitarbeitern (MRang 146,97, U = 281.000, r = 0,40, p < 0,001). Cronbachs α lag für die Wissensfragen bei 0,70 und für die Subskala der palliativen Selbstwirksamkeitserwartung bei 0,82. Diskussion Mit dem Paramedic Palliative Care Test (PARPACT) liegt ein validiertes Messinstrument zur Überprüfung von Bildungsmaßnahmen im Rettungsdienst vor.
      PubDate: 2021-09-29
       
  • Charakteristik und Prävalenz schmerzhafter Zönästhesien in
           einer Schmerzambulanz

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      Abstract: Zusammenfassung Hintergrund und Fragestellung Zönästhesien sind ein selten beschriebenes Störungsbild und werden gemäß ICD-10 den Schizophrenien zugeordnet. Sie können unabhängig von psychiatrischen Erkrankungen als Schmerzform auftreten. Die Prävalenz bei chronischer Schmerzerkrankung ist bisher unbekannt. In der vorliegenden Arbeit wurden die Charakteristika und psychischen Komorbiditäten schmerzhafter Zönästhesien untersucht. Material und Methode Für die vorliegende Untersuchung wurden retrospektiv alle Patienten auf vorhandene Zönästhesien qualitativ und quantitativ analysiert, die in einem fünfjährigen Zeitraum (2013–2017) in der Schmerzambulanz der Universität Magdeburg konsekutiv aufgenommen, untersucht und behandelt wurden. Ergebnisse Von den 844 ausgewerteten Patienten erfüllten 57 (6,7 %) die Kriterien von Zönästhesien. Eine bizarre Schilderung der Schmerzen im Sinne von Zönästhesien erfolgte einerseits, wenn gleichzeitig eine psychiatrische Störung vorlag, fiel aber auch durch die zur Schmerzschilderung unpassende Lokalisation auf (Zahnkrampf statt eines Bauchkrampfs). Die Schmerzen waren vorwiegend im Bereich des Gesichts lokalisiert (n = 35). 27 Patienten hatten keine psychopathologischen Auffälligkeiten, und 30 Patienten konnte eine zusätzliche psychiatrische Diagnose zugeordnet werden. Depressionen traten hier bei 23 Patienten als psychische Komorbidität auf. Diskussion und Schlussfolgerung Zönästhesien treten nicht zwangsläufig oder nicht nur im Zusammenhang mit Schizophrenien auf. Im Falle bizarr geschilderter Schmerzen oder Verwendung üblicher Schmerzadjektive, wie brennend, stechend, krampfend oder drückend, mit unpassender Lokalisation (krampfender Zahn) sollte an Zönästhesien gedacht werden.
      PubDate: 2021-09-29
       
  • Kratom – eine kurze Übersicht für die Schmerzmedizin

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      Abstract: Zusammenfassung Hintergrund Der Konsum des psychotrop wirksamen Kratoms (botanischer Name: Mitragyna speciosa) erfolgt teilweise zum Zweck der Selbstmedikation bei chronischen und akuten Schmerzen. Eine zunehmende Verbreitung des Konsums in Deutschland ist in Zukunft möglich. Ziele der Arbeit Diese Übersicht vermittelt daher Schmerztherapeuten pharmakologische Aspekte sowie Essenzielles zur psychischen Wirkung, zur Wirkung auf Schmerzen und zu den Risiken von Kratom, inkl. Abhängigkeit. Material und Methoden Es erfolgte eine strukturierte Literaturrecherche in PubMed bis Mitte Januar 2021. Wir fanden 426 relevante Literaturstellen. Acht davon beschäftigten sich spezifisch mit Kratom und Schmerz. Ergebnisse Neben weiteren Alkaloiden enthält Kratom das an Opioidrezeptoren wirksame (7-Hydroxy‑)Mitragynin. Der Konsum birgt Risiken, u. a. aufgrund nichtstandardisierter Verabreichung, aber auch durch direkte gesundheitliche Schäden bis hin zur möglichen Entwicklung einer Abhängigkeit. Diskussion Aktuell kann evidenzbasiert keine Empfehlung zur Nutzung von Kratom als Analgetikum gegeben werden. Für Schmerztherapeuten ist es wichtig, einen eventuellen Kratomkonsum zu erfragen und den Patienten über die potenziellen Risiken von Kratom zu informieren.
      PubDate: 2021-09-17
       
  • Herausforderungen der Schmerzerfassung und -therapie bei Personen mit
           Intelligenzminderung und Entwicklungsstörungen

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      Abstract: Zusammenfassung Einleitung Intelligenzminderung und Entwicklungsstörungen („intellectual and developmental disabilities“ [IDD]) umfassen Zustände, die mit körperlichen Funktionsstörungen, Lern‑, Sprach‑, Verhaltensstörungen und/oder geistiger Behinderung assoziiert sind. Schmerz ist eine häufige sekundäre Störung, die die funktionellen Fähigkeiten und die Lebensqualität beeinträchtigt. Zielsetzung Der vorliegende Beitrag thematisiert die wissenschaftlichen und klinischen Herausforderungen der Schmerzerfassung und -therapie bei Personen mit schweren IDD. Methoden Dieses klinische Update ist assoziiert an die IASP-Kampagne „Global Year Against Pain in the Most Vulnerable“ von 2019 und fasst selektiv wiederkehrende Probleme sowie die beste Evidenz und das beste praktische Vorgehen zusammen. Ergebnisse In der Schmerzforschung der vergangenen zehn Jahre wurden unter anderem standardisierte Instrumente der Schmerzbeurteilung für Personen mit schweren IDD entwickelt. Dennoch gibt es kaum empirische Belege, dass Schmerz klinisch besser erfasst oder therapiert wird. Die Datenlage, auf die sich wirksame Schmerztherapieverfahren in der Praxis stützen können, ist limitiert. Daher sind Behandlungsansätze weitgehend empirisch und hoch variabel. Das ist problematisch, da Personen mit IDD dem Risiko ausgesetzt sind, arzneimittelbedingte Nebenwirkungen zu entwickeln. Zudem können Behandlungsansätze, die in anderen Populationen wirksam sind, den Schmerz in IDD-Populationen verstärken. In der Forschung stellen folgende Aspekte besondere Herausforderungen dar: systematische Verzerrungen bei Schmerzscores zur Selbst- und Fremdeinschätzung; Identifikation valider Endpunkte für Therapiestudien; Erzielung einer ausreichenden statistischen Power angesichts kleiner Stichproben; fehlende Möglichkeit einer einfachen Untersuchung der zugrunde liegenden Schmerzmechanismen aufgrund der beeinträchtigten Fähigkeit zur Selbsteinschätzung. Schlussfolgerung Trotz der kritischen Herausforderungen gibt es immer wieder neue Entwicklungen in der Forschung sowie Aktivitäten zum Wissenstransfer bezüglich Schmerz und IDD. Des Weiteren gibt es laufende internationale Kooperationen.
      PubDate: 2021-09-13
       
 
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School of Mathematical and Computer Sciences
Heriot-Watt University
Edinburgh, EH14 4AS, UK
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