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QJB : Querelles. Jahrbuch für Frauen- und Geschlechterforschung
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ISSN (Print) 2191-9127
Published by Deutsche Forschungsgemeinschaft Homepage  [2 journals]
  • Kein Körper. Niemand. Zur List des Pseudonyms

    • Authors: Fabienne Imlinger
      Abstract: Im Beitrag wird die Funktion von Pseudonymität im Kontext literarischer Autorschaft untersucht. An Forschungen der feministischen Literaturwissenschaft zu Anonymität und Pseudonymität anknüpfend, rückt der Artikel insbesondere den handlungsmächtigen Aspekt von Namensfingierung in den Vordergrund: Das Pseudonym wird als List begriffen, d.h. als eine Taktik, die sich der patriarchalen Logik des Eigennamens bedient, um diese zugleich zu unterlaufen. Der erste Teil widmet sich dem Spannungsfeld von Name, Sprache und Geschlechtlichkeit, das für literarische Autorschaft und Kanonbildung zentral ist. Am Beispiel des autobiographischen Textes „Aus eines Mannes Mädchenjahren“, der 1907 unter dem Pseudonym N.O. Body erscheint, verdeutlicht der zweite Teil, auf welche Weise Pseudonymität als sprachliche List Geschlechtlichkeit sowohl herstellt als auch entstellt.
      PubDate: 2015-05-15
      DOI: 10.15461/18
      Issue No: Vol. 17 (2015)
       
  • Anonyme Kindesabgabe – ein passgenaues Angebot für hilfesuchende Frauen
           oder der Preis für ein kollektives gutes Gewissen'

    • Authors: Monika Bradna, Claudia Krell
      Abstract: Das erste Angebot zur anonymen Kindesabgabe in Deutschland wurde 1999 initiiert. Mit der Zielsetzung, Kindstötung und Aussetzung zu verhindern sowie Schwangere und Mütter in problematischen Lebenssituationen zu unterstützen, wurden in den Folgejahren weitere Babyklappen und Möglichkeiten der anonymen Geburt bzw. der anonymen Übergabe geschaffen. Zugleich regen sich seit ihrer Einführung ethische und rechtliche Bedenken.  In einer bundesweiten Studie untersuchte das Deutsche Jugendinstitut, wie sich die Angebote der anonymen Kindesabgabe entwickelt haben und von wem bzw. wie sie in Anspruch genommen werden. Die Studie zeigt, dass sich die gegenwärtige Praxis in einer rechtlichen Grauzone bewegt und Routinen manifestiert, die weder rechtmäßig noch fachlich stets angemessen sind. Zu den wesentlichen Befunden gehört, dass die Zielgruppen, die bei der Einrichtung der Angebote im Fokus standen, nicht erreicht werden. Nicht die Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe ist für die Nutzung von Angeboten anonymer Geburt ausschlaggebend, sondern vielmehr eine Häufung von Belastungen und Problemen schwangerer Frauen.  Der vorliegende Beitrag befasst sich mit einer auf Anonymität verengten Problemlösungspraxis und fokussiert die Konsequenzen für betroffene Frauen.  Dem gegenübergestellt werden die Argumentationsmuster, die die anonyme Kindesabgabe rechtfertigen. Sie werden hinsichtlich ihrer gesellschaftlichen Bedeutung für Frauen in (sozialen) Notlagen kritisch hinterfragt.
      PubDate: 2014-07-16
      DOI: 10.15461/26
      Issue No: Vol. 17 (2014)
       
  • Name Me – ein Porträt als Dialog anhand des Namensystems der
           Kelabit

    • Authors: Angelika Böck
      Abstract: Dieser Beitrag betrifft die künstlerische Arbeit Name Me, die im Rahmen von Porträt als Dialog, der Erforschung von Formen der individuellen Repräsentation, entstand. Porträt als Dialog provoziert in unterschiedlichen Konstellationen einen Darstellungsdialog, um zur Erweiterung der Kunstform Porträt beizutragen. Name Me richtet den Blick auf die Benennung und Namensänderung der Kelabit, einer indigenen Bevölkerungsgruppe im Hochland Zentral-Borneos. Vorgestellt wird deren Namensystem und das (ehemals praktizierte) ihrer Nachbarn, der Penan.
      PubDate: 2014-07-16
      DOI: 10.15461/24
      Issue No: Vol. 17 (2014)
       
  • Anonymität nach dem Tod: Subjektive Deutungen anonymer Bestattung und
           genderbezogene Differenzen

    • Authors: Nicole Sachmerda-Schulz, Paul Sebastian Ruppel
      Abstract: Anonyme Bestattungen haben in den letzten Jahrzehnten in Deutschland stark zugenommen. Damit hat sich neben traditionellen Formen der Bestattung und Grabgestaltung eine Beisetzungsform etablieren können, bei der das Grab nicht namentlich gekennzeichnet und daher für die Öffentlichkeit sowie häufig auch für Angehörige nicht auffindbar ist. Der Frage, was es bedeutet, bei der Grabwahl auf die Namensnennung und damit auf die Lokalisierung der persönlichen Grabstätte zu verzichten, wird im Beitrag anhand offener Leitfadeninterviews mit Personen, die sich für eine anonyme Bestattung entschieden haben, nachgegangen. In der Analyse der im Rahmen einer Grounded-Theory-Studie erhobenen und ausgewerteten Daten werden Aspekte deutlich, die sich zum Beispiel um Kontrollierbarkeit eigener Belange bis über den Tod hinaus, ein auf Inklusion und Exklusion abzielendes Handeln sowie scheinbar paradoxe Momente von Individualitätsstreben drehen. Zudem zeigen sich hier auffällige Differenzen zwischen Frauen und Männern: Die Präsentation bzw. Repräsentation von Weltanschauungen und Werthaltungen stellt für die Interviewpartner eine Triebfeder für die Entscheidung für eine Anonymbestattung dar. Aussagen der Interviewpartnerinnen indes verweisen darauf, dass diese Entscheidung primär einer pragmatischen und am sozialen Umfeld ausgerichteten Orientierung folgt.
      PubDate: 2014-04-10
      DOI: 10.15461/29
      Issue No: Vol. 17 (2014)
       
  • Anonymität und Geschlecht in der Phänomenologie Merleau-Pontys

    • Authors: Kerstin Andermann
      Abstract: In diesem Beitrag wird die Bedeutung von Anonymität für die allgemeine Wahrnehmung und die Wahrnehmung von Geschlechtlichkeit untersucht. Im Ausgang der Phänomenologie Merleau-Pontys und mit Blick auf den Begriff der Singularität bei Deleuze wird Anonymität als latenter Untergrund der Existenz ausgemacht. Erst durch die Sinnesorgane wird die anonyme Existenz des Körpers überschritten, und so erscheint Anonymität jenseits der Organisation des Körpers als eines Funktionszusammenhangs strukturierter, signifizierter und unterschiedlich privilegierter Schichten. Ausgehend von Anonymität wird das personale Leben als eine Übernahme von Situationen und als Wechsel zwischen anonym-singulärem und personal-individuellem Leben des Menschen sichtbar. Auch Geschlechtlichkeit wird so als Eintritt in geschlechtlich geprägte Situationen und als eine vieldeutige Spannung zwischen anonymer Existenz und Sein in Situationen deutlich. In diesem Sinne erweist sie sich als eine Übernahme von Situationen aus der Anonymität heraus und ihrer Ausgestaltung sind entsprechende Freiheitsgrade zuzuschreiben.
      PubDate: 2014-04-10
      DOI: 10.15461/22
      Issue No: Vol. 17 (2014)
       
 
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